Die Teinacher Mineralquellen.

Das Teinacher Mineralwasser entstammt einem gut geschützten Mineralwasservorkommen des Teinachtals – die Teinach ist ein kleiner Nebenfluss der Nagold im Nordschwarzwald. Das Tal verläuft zunächst von Süden nach Norden, bevor es ca. zwei Kilometer vor Bad Teinach von Westen nach Osten abbiegt. Es ist relativ steil, eng und von mehreren Verwerfungen (unterirdischen Bruchkanten) durchzogen. Diese tiefreichenden tektonischen Störungen bieten dem kohlesäurehaltigen Mineralwasser gute Aufstiegsmöglichkeiten aus den ca. 250 Millionen Jahre alten Schichten des Bundsandsteins und des Perms. Die Hauptstörungszone ist der sogenannte Neubulacher Graben westlich von Bad Teinach nahe dem Lauterbacher Hof.

Wichtige Daten:
Anzahl der Mineralquellen:11
Tiefe:ca. 70m bis 500m
Temperatur:ca. 10 °C bis 20 °C
größte Schüttung einer Mineralquelle:ca. 10.000 Liter pro Stunde


Ein Gespräch mit dem Hüter der Quellen

Jürgen Kappler
Quellenbeauftragter
Mineralbrunnen Teinach GmbH

Herr Kappler, Sie sind sozusagen der "oberste Hüter" der Mineralwasserquellen von Teinacher im Schwarzwald. Wie müssen wir uns Ihre Arbeit vorstellen?

Jürgen Kappler: Mein Aufgabenbereich erstreckt sich von der Quelle bis zum Mineralwasserlager – vor allem Kontrollen und Überwachungen stehen auf der Tagesordnung. Dazu gehört das Probenehmen für das Labor genauso dazu, wie das Austauschen defekter Pumpen oder das Bewirtschaften unseres Wasserhaushaltes.

Können Sie die Besonderheiten der Quellen von Teinacher beschreiben?

Jürgen Kappler: Zunächst liegen unsere Quellen in einer geschützten Tallage im Nordschwarzwald. Dort ist in der näheren Umgebung keine Industrie angesiedelt, die das Wasservorkommen durch eine Havarie irgendwie gefährden könnte. Ein zweiter Aspekt ist der ausgewogene Mineralgehalt der Teinacher Quellen. Es gibt Gegenden, die einen sehr hohen Mineralgehalt aufweisen und dadurch das dort geförderte Wasser im Geschmack stark beeinflussen.

Ist denn vor Ort noch genügend Vorrat des feinen Rohstoffs für Teinacher Genießermineralwasser vorhanden?

Jürgen Kappler: Es gibt derzeit keinen Anlass zur Sorge, dass unser Mineralwasser knapp wird. Dennoch arbeiten wir ständig daran, neue Wasserressourcen zu erkunden und zu erschließen – damit wir auch in Zukunft die Versorgung unserer Kunden sicherstellen können. Aktuell arbeiten wir gemeinsam mit einem Geologen an einer neuen Bohrstelle, die, wenn sie fertig ausgebaut ist, zusätzlich unseren Nachschub sicherstellt.